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Therapie

Ziel der Therapie ist in erster Linie die Linderung der Symptome und die Verringerung der Anzahl akuter Schübe.


.

  • akuter Schub
    • Diät, eventuell mit parenteraler Ernährung, oder voll resorbierbarer, ballaststoffarmer Flüssignahrung.
    • Glukokortikoide
    • 5-Aminosalicylsäure
    • Metronidazol
  • Langzeittherapie
    • Immunsuppressiva (z.B. Imurek, Remicade)
    • chirurgische Therapie (Ileoanaler Pouch): Führt zu keiner definitiven Heilung, ist aber bei schwereren Fällen unter Umständen unerlässlich, um schwere Komplikationen wie Stenosen, Fisteln, Abszesse oder Perforationen zu vermeiden.
  • Therapieresistenz
    • Bei Therapieresistenz unter Immunsuppressiva oder bei schweren Fistelbildungen kann Infliximab als wiederholte Infusionen verabreicht werden.
  • Rezidivprophylaxe
    • 5-Aminosalicylsäure
  • Begleitende Therapiemöglichkeiten
    • Psychotherapie: in den meisten Fällen bietet die Psychotherapie eine große Hilfe bei der Stressbewältigung und trägt damit zur Verminderung der psychosomatischen Einflussfaktoren bei. Ebenso sind Entspannungsübungen, z.B. nach Feldenkrais, progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training ratsam.
    • Ernährung: Eine Lutz-Diät (nach dem Buch von Dr. Wolfgang Lutz,Leben ohne Brot) oder der "Speziellen Kohlenhydrat-Diät" kann deutliche Verbesserungen bringen.
    • Einnahme von Schweine-Peitschenwurmpräparaten


Pathologie/Morphologie

  • Makroskopisch sind folgende Veränderungen charakteristisch:
    • Gartenschlauchphänomen: Durch Fibrosierung verursachte Segmentstenosen
    • Pflastersteinphänomen: Entzündete Schleimhaut wechseln sich mit tiefen Ulzerationen ab, wodurch ein pflastersteinartiges Aussehen entsteht.
    • Entzündlicher Konglomerattumor: Verschiedene Darmabschnitte verkleben miteinander.
  • Histologisch erkennt man vor allem eine Häufung von Lymphozyten, (eosinophilen) Granulozyten und Histiozyten in der Biopsie des entzündeten Darmgewebes.

Angrenzende Lymphknoten sind meist vergrößert. Häufig bilden sich Granulome, die sich in zwei Typen unterscheiden lassen: Epitheloidzellgranulome und Mikrogranulome (kleiner und ohne zentrale Nekrose).




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